Das Schullandheim der 5G1 auf der Tannenburg

5G1 + mittelalterliche Burg + Biobauernhof; das sind ja gleich drei Dinge auf einmal! Es handelt sich aber nicht um ein Ü-Ei, sondern um den Schullandheimaufenthalt der 5G1. Spiel, Spaß und Spannung gab es selbstverständlich auch. Am Morgen des 03. März 2015 machten wir, die 5G1, mit dem Bus, begleitet von Frau Copur und Frau Tuncer eine Zeitreise ins Mittelalter: zur Tannenburg in Bühlertann. Gleich nach der Ankunft führte uns der Burgbesitzer Herr Zipperer durch die Burg, zeigte uns den von der Familie betriebenen Biobauernhof und stellte uns alle tierischen Mitbewohner vor. Danach wurden die Zimmer eingeteilt. Knarrende Böden, antike Möbel und unser Wächter im Treppenhaus (eine Ritterrüstung mit Beil) versetzten uns in eine andere Zeit. Nach dem Abendessen trafen wir uns alle im Burghof und ausgerüstet mit Fackeln ging unsere Nachtwanderung los. Während der Wanderung erzählte uns Herr Zipperer spannendende Geschichten.

Am nächsten Tag erfuhren wir, was es bedeutet, auf einem Bauernhof zu leben. Früh morgens standen wir auf und fütterten erstmal die Tiere. Aufgeteilt in Gruppen wurden die Kühe, die Pferde, die Lamas, die Pfaue, die Schweinchen und die Schafe versorgt. Nach dem Frühstück gingen wir mit Herrn Zipperer in den Wald und erfuhren, was nachhaltige Forstwirtschaft in der Praxis bedeutet. Wir alle pflanzten kleine Tannen in den Wald ein. Und da jeder Mensch einmal in seinem Leben einen Baum einpflanzen sollte, konnten wir das nach dieser Aktion erstmal von unserer To-Do Liste abhaken. Nach dem Mittagessen trafen wir uns alle im Burgsaal und „designten“ Shirts für unseren Wettbewerb, wer das schönste Schullandheim-Shirt entwirft. Es wurde geschnitten, genäht, gemalt. Der Saal verwandelte sich in eine Modewerkstatt. Abends machten wir es uns im Speisesaal gemütlich und lasen Bücher. Anschließend buken wir noch Pfannkuchen aus selbstgemahlenen Dinkelmehl und Marillenmarmelade.

Am dritten Tag fütterten wir wie gewohnt in aller Frühe erstmal die Tiere, bevor wir frühstückten. Heute stand Bogenschießen und Seilgarten auf dem Plan. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Herr Zipperer erklärte ausführlich die Handhabung von Pfeil und Bogen und dass die Sicherheitsvorschriften unbedingt eingehalten werden müssen. Einige Schüler entpuppten sich als Meisterschützen. Im Seilgartenparcours musste man Balance, Ruhe und auch Teamfähigkeit beweisen. Nach dem Mittagessen fingen wir mit den Vorbereitungen für den „Bunten Abend“ an. Der Burgsaal wurde dafür festlich geschmückt und Sketche, Spiele und Gesangseinlagen wurden geprobt. Einige von uns halfen bei den Vorbereitungen für das Abendessen mit. Heute stand Grillen auf der Karte. Es wurde fleißig Holz gesammelt, Bänke aufgestellt und Spieße für das Stockbrot geschnitzt. Auf einem Schwenkgrill wurden Würstchen und vorgekochte Kartoffeln in Öl gebraten. Dazu gab es knackfrische Paprika- und Gurkenscheiben. Das selbstgemachte Stockbrot mit Kräutern dazu war auch einfach lecker. Zum Schluss grillten wir noch Marshmallows und stimmten Lieder an. Nach dem Essen warfen wir uns dann alle in Schale und feierten unseren „Bunten Abend“. Es wurde viel gelacht, gesungen, gespielt und wir kürten die Gewinnerin unseres Design Contest „Bestes Schullandheim-Shirt“. Nach diesen aufregenden Tagen fielen wir müde, aber zufrieden ins Bett. Jedoch hielt uns gerade in der letzten Nacht das freche Kätzchen der Zipperers alle auf Trab, so dass wir nachts noch Katz und Maus durch die Gänge und Zimmer spielen mussten.
Am Abreisetag fütterten wir noch die Tiere, frühstückten und räumten noch unsere Zimmer aus. Mit einem weinende und einem lachenden Auge verabschiedeten wir uns von der Familie Zipperer und bedankten uns für die schöne Zeit auf der Tannenburg.  

Zwei Schüler berichten (Ahmet und Muzaffer)

Pfeile fliegen durch die Luft

Am Mittwoch schien die Sonne und so beschloss Herr Zipperer, das Bogenschießen und den Seilgarten vorzuschieben. Wir wurden zuerst in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe ging zum Bogenschießen, die zweite Gruppe fing mit dem Seilgarten an. Später tauschten die Gruppen. Herr Zipperer erklärte uns, wie man einen Bogen spannt und hält. Er erklärte uns nicht nur das Bogenschießen, sondern erzählte uns auch seine Familiengeschichte. Als er noch ein kleiner Junge war, spielte er mit Pfeil und Bogen und war einmal nicht vorsichtig und schoss seinem Bruder unglücklicherweise ins Auge. Dieser hätte so laut geschrien und fürchterlich geblutet, dass Herr Zipperer vor Schock weglief und sich im Wald versteckte. Da er ihn jedoch „nur“ im Augenwinkel getroffen hatte, überlebte sein Bruder. Deswegen ist es wichtig, dass man sich an die Regeln hält, denn sonst passieren solche Unglücksfälle. Nach der Erzählung durften wir dann an dem Schießstand hinter der Burg schießen. Wir konnten uns auch so erholen, weil wir immer ruhig und gespannt waren, wenn die Anderen an der Reihe waren. Da wir wussten, dass es einen Gewinner geben würde, hatten wir alle den Willen zu kämpfen. Den Bogen in der Hand, die aufgespannte Sehne, Konzentration und Schuss! Jeder gab sein Bestes und jeder war auch gut. Man muss den Pfeil richtig unter den „Nockpunkt“ einnocken, so dass die rote Feder am Pfeilende 90 Grad vom Bogen absteht. Dann mit Zeige-, Mittel- und Ringfeier aufspannen und so stark wie möglich an der Sehne ziehen, mit dem Auge das Ziel fokussieren und: Schuss und Volltreffer! Man konnte auch so seine Geduld trainieren und man merkte: „Aha, das ist doch nicht so leicht, wie ich es mir vorgestellt hatte.“ Es hat aber wirklich allen viel Spaß gemacht. Und hier die Gewinner aus beiden Gruppen: 1.Enes-Malik, 2. Gamze, 3. Kerem

Schullandheim auf der Tannenburg
Schullandheim auf der Tannenburg
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