Weltpolitik zu Gast im BIL

Es ist die ureigene Aufgabe einer Schule, ihre Schüler so gut wie möglich auf das Leben vorzubereiten. Umso dringender und zwingender ist diese Aufgabe, wenn die Zeiten, in denen die Schüler leben, chaotisch, verwirrend und auch ein wenig einschüchternd sind. Vielfältige Bedrohungen und Probleme erschüttern die Welt, in der unsere Schüler einen festen Platz suchen. Aus diesen Gründen ist Friedenssicherung und Globale Sicherheitspolitik ein integraler Bestandteil nicht nur des Geschichts- und Gemeinschaftskundeunterrichts (GGK) an unserem Wirtschaftsgymnasium, sondern auch der anderen Schularten unserer Schule. Am 28. Januar luden wir uns zu diesem Thema für unsere Oberstufe und die 10 Klasse der Realschule einen Experten ein: Herrn Kapitänleutnant Rainer Bühling Herr Bühling ist Jungendoffizier bei der Bundeswehr. Seine Aufgabe und die seiner Kolleginnen und Kollegen ist es, mit den Schülern solche Problemstellungen zu erarbeiten. 

Nach der Vorstellung seiner Person und seiner Tätigkeit als Jugendoffizier gab Herr Bühling einen kurzen Abriss über die Bundeswehr, ihre Organisation, die politische Legitimation, ihre Größe und ihren Auftrag (Landesverteidigung, Hilfe bei Naturkatastrophen, Humanitäre Einsätze und vieles mehr). Immer wieder verband er diese abstrakten Themen mit seiner eigenen Biographie. So erfuhren wir, dass er ursprünglich auf einem Minensuchschiff der Marine eingesetzt war und dass immer noch 25.000 – 30.000 Minen als Überreste aus den beiden Weltkriegen in unseren Ozeanen lauern. Er berichtete, dass es auf dieser Welt leider immer noch 10.000 Kernsprengköpfe sind und die Welt seit Ende des Kalten Krieges auf Grund regionaler Konflikte immer unsicherer wurde. Exemplarisch an Boko Haram, Isis, dem Bürgerkrieg in Syrien und den Unruhen im Libanon erfuhren wir, wie Missbrauch der Religionen die Welt in Unruhe und Chaos gestürzt hat. Eindrücklich erfuhren die Schüler außerdem, wie Armut und Perspektivlosigkeit die Menschen in die Kriminalität (Piraterie in Somalia) treiben. Herr Bühling war selber im Libanon eingesetzt und konnte so aus erster Hand unseren Schülern berichten.

Leider vergingen die zwei Schulstunden, die Herr Bühling bei uns war, viel zu schnell. So konnte Herr Bühling leider nicht auf all die spannenden Fragen eingehen, die ihm gestellt wurden („Was würden Sie in Afghanistan anders machen?“ „Wie stehen Sie zum Truppenabzug?“). Wir freuen uns darauf, dass wir Herrn Bühling in wenigen Wochen wieder bei uns begrüßen dürfen, wenn er mit unserem Wirtschaftsgymnasium ein Anschlussseminar zum Thema Isis halten wird, welches von unseren Schülern schon fleißig vorbereitet wird.

Die BIL-Schulen bedanken sich ganz herzlich bei Kapitänleutnant Bühling und freuen sich darauf, die Zusammenarbeit schon bald fortsetzen zu dürfen.

 

U. Gerst
Lehrer

 

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